Abschied musst ich, jeden Juli und August, jährlich von den Kinder nehmen, welche ich bis zu 6 Jahre begleiten durfte. Ich bin also eigentlich ein Abschiedsprofi…eigentlich! Der Abschied auf der Alm wird mir erst seit Sonntag (03.09.)richtig bewusst. An diesem Tag verabschiedeten sich die Ersten von mir und meinten sie wünschen mir eine gute Zeit, alles Gute fürs restliche Leben und das alles so wird wie ich es mir wünsche. Abschied nehmen auf der Alm heißt, jeden Moment genießen: die Sterne ein letztes Mal anschauen, in einer Dunkelheit, wie’s bei uns in der Stadt nicht möglich ist; jeden Sonnenaufgang genießen und jeden Untergang, der gefühlt noch mehr Farben mit sich bringt, als die ganze Zeit zuvor ; jedes Gespräch aufsaugen und gar nicht mehr weg wollen; jeden Moment mit den Leuten Revue passieren lassen; den einzigen Moment in dem ich so bewusst im JETZT wahr, wie noch nie, erneut durchleben; alle Wege ein letztes Mal gehen und immer noch neue Sachen entdecken; ein letzter Jodler von der Almnachbarin…. Abschied hier ist spezieller als alle Abschiede davor. Ich muss von so vielem Abschied nehmen, von den Menschen, den Tieren, der Natur, und der Ruhe.
Kurz gesagt Abschiednehmen von hier, ist schwer….sehr schwer






