Nachdem ich voll Vorfreude auf stand. Lief zunächst alles wie immer. Nach dem frühstücken packte ich ein paar Sachen zusammen und richtete alles fürs uma fohrn her. Als ich um circa 9 Uhr aus der Scheim schaut regnete es bereits und weil’s der letzte Tag war, traten die Koimna den Zaun nieder. Sie waren auf dem Weg zum Wassertrog, als ich versuche sie zurück zu treiben, ging immer eine andere an mir vorbei. Also beschloss ich zurück zur Scheim zu gehen,mir Regenklamotten anziehen und die Kühe etwas zu hüten. Glücklich über den letzten Tag saß ich auf einen Stein und telefoniert mit meinen Eltern, während ich die Kühe im Auge hielt.

Zugegeben, vergingen die zwei Wochen schneller als gedacht und die Enge der Scheim war wirklich kein Problem, da ich mich mit Dori super Verstand. Hätten in den zwei Wochen dann noch die Kühe gemacht, was ich wollte, wäre die Scheim ein Traum gewesen. Apropos, machen was ich will . . . Als ich auflegte kamen mehrere Kalbein auf mich zu, wollten gestreichelt werden und stiegen anschließend Almrausch hinterher. Als ich nach ihr schrie drehte sie sich um und rannte noch schneller den Berg hoch. Ich lief ihn hinterher aber es war unmöglich sie einzuholen. Letzten Endes war sie ganz oben Richtung Süd Wand und alle anderen folgten ihr, inklusive mir. Ich versuche die sie alle wieder runter zu treiben, doch stattdessen kamen auch noch die letzten drei hinterher . Nach eineinhalb Stunden versuchte ich dem Bauer zu erreichen da ich so verzweifelt war. Er meinte ich soll noch mal versuchen sie runter zu bekommen und wenn nicht, sollte ich warten bis Leute zum uma treiben kommen. Am besten sollte ich außerdem bei den Viechern bleiben, weil ich mich dann sicher auch wohl fühle als in der Scheim. Also ging ich kurz runter trank einen Schluck, schickte Dori los, damit sie zum Zehnkaser ging und schrieb einen Zettel, wo ich bin und dass ich Hilfe brauche. Danach ging ich sofort wieder hoch. Zwei Stunden später fühlte ich mich nicht wohler, sondern war noch verzweifelt tat mir selbst leid und konnte nicht mehr aufhören zu weinen und zu fluchen und die Tiere zu beschimpfen. Als ich so verheult auf einem Stein saß, kam Gamsei und wollte mich trösten.


Nach einer weiteren Stunde kam endlich Hilfe und ich war überglücklich als Hanse bei mir war und wieder brach der Damm und ich fing erneut an zu weinen. Er beruhigte mich, sah mich an und meinte „Lenal, was ist denn los, du hast des so toll gemacht, dir geht’s gut, den Kühen geht’s gut, du hast einen super Job gemacht.“ Außerdem sagte er, dass ich nichts dafür kann und man die alleine auch nicht runter bringt, da sie so Angst haben. Des Weiteren erzählte er mir, dass das Dräse (der Sennerin vor Dori)auch schon passiert ist und sie es auch nicht alleine geschafft hat. Mit vereinten Kräften konnten wir alle ängstlichen Kühe, langsam (über 1-1,5h) heil nach unten bringen. Wobei Muggie fast abgestürzt wäre und Franz der sie mit Salz lockte sehr auf Steinschlag achten musste.


In der Kiahhütten angekommen. wartete anneliese und hing die ersten Kühe schon einmal an. Sie schaute mich an und fragte was ist los Dirndl und ich musste wieder einen. sie nahm ich in den arm und sagte was brauchst du trinken Ruhe essen und ich hatte Hunger also gab sie mir fünf Stück Kuchen die ich verschlang. Damit ich noch beim zusammenräumen helfen konnte wurden die Kühe von Gitti Franz und Kathi gemolken. Kathi blieb sogar um die Kiahhütten sauber zu machen. Dann ging es los jedes Tier hatte einen Begleiter dieses Mal nicht am Strick(außer die kaibei)sondern hintereinander. Ich lief mit Karo sie lief sehr gut und hinter mir war sieberl die für ihre Verhältnisse fast rannte. Als wir dann durch das Gatter gingen, rannten die Kühe alle samt los und sprangen vor Freude. Die kaibei kamen in die Kiahhütten und die restlichen Viecher blieben draußen. Irgendwie ein komisches Gefühl. Alle 20 Leute blieben dann zum Abendessen, bei Fleisch und Kartoffelsalat und Bier ließen wir den Abend schön ausklingen