Das wichtigste auf der Alm ist, neben der Orientierung, welche bei mir ja mehr als (nicht) gegeben ist, seine Tiere zu kennen. Damit ich nicht so viel laufen muss, wenn mich einer von euch besucht, hier die Vorstellung. Bitte auf dem Weg zu mir gut die Augen offen halten.
Die Kühe
Almrausch- Glockenkuh sie ist sehr stolz auf ihre Glocke, welche auf der gesamten Alm die lauteste und am blechig klingenste ist. Wenn man ihren Namen ruft, schaut sie einen auch aus weiter Entfernung sofort an. Wenn ich ihren Namen rufe, geht sie nach dem Herschauen meist direkt in die andere Richtung.

Glückei- die Größte geht immer ihren eigenen Weg und grundsätzlich nicht den der Glockenkuh. Sie ist die langbeinige mit der Augenklappe und am aller besten zu melken. Hätte ich sie nicht, hätte ich das melken schon längst an den Nagel gehängt.

Siberl- die Schwerfällige ist sehr hell und schwer, dennoch war sie auf der Scheim immer eine der Kühe die am höchsten gestiegen ist, worauf sie das obe gehen nicht mehr gefreut hat. Sie liebt es sich in der Kiahhütten tot zu stellen, träumt sehr laut und hört sich dabei wie eine dumpfe, schwere Tür an, welche Mal wieder geölt werden sollte.


Sternei- die Steinelutschende hat immer einen oder mehrere Steine im Mund, die sie liebend gerne auf der Scheim auch über die Nacht mit in die Kiahhütten genommen hat und mehrfach in der Nacht fallen ließ. Sie hat seinen Stern auf dem hinteren Rücken und ein Herz auf dem Oberschenkel. Sie will grundsätzlich zum melken gesondert eingeladen werden, denn einfach so hinterhertrotten kommt nicht in Frage.

Die Koimna
Gamsei- Glockenkoim und Trösterin sie ist eine schwere Koim, die sehr eigenwillig ist. Sie trägt ihre Glocke mit Stolz und liebt kleine Streicheleinheiten. Am letzten Tag auf der Scheim stiegen meine Tiere so hoch, dass sie sich nicht mehr runter trauen. Sie werden etwas unruhig und ungut zueinander und schieben sich immer wieder fast den Berg runter. Da es einige Stunden dauerte bis Hilfe kam, kam Verzweiflung in mir hoch und ich fing an zu weinen. Gamsei kam und schleckte mich ab, sie wollte mich sicher trösten, auch wenn es nicht wirklich half, war ich begeistert wie empathisch Gamsei war.


Muggie- meine Freundin ging mit mir wie schon geschrieben gen Oim. Sie hat eine sehr markante Zeichnung und auf der Scheim ist sie mir fast mehr hinterher gerannt als den anderen Kuhrein


Liabei- die Eigenwillige ist eine hellere Fleckenkoim, ihre Hörner sehen fast wie geschält aus und sie ist die beste Freundin von Dräse. Sie will immer zu ihr, was in der kleinen Kiahhütten auf der Scheim leider nicht möglich war. Deswegen war sie beim Eintreiben oft beleidigt und benutzte gleich wieder die Hintertür um wieder raus zu gehen, das Spielchen wurde manchmal auch öfter gemacht.

Dräse- Doris Freundin hat eine dunkle Tolle am Kopf. Sie ist stur und reagiert wahnsinnig gut auf Dori. Dräse hatte in der Scheim die Eigenheit, immer Holzscheitel herunter zu werfen und tollt, trotz ihres schweren Körperbaus, gerne herum.


Die Kalbei
König- Glockenkalb die Eifersüchtige ist eine helles Fleckenkalb mit Hörner. Sie trägt die Glocke und einen Nasenring, da sie schon das ein oder andere Mal eine Kuh angetrunken hat. Als ich in der Scheim mal den neben ihr stehende Meister streichelte, stieß sie mir mit ihren Hörnern in den Oberschenkel, als Aufforderung sie auch zu streicheln. Die Aufforderung sieht man noch heute an meinen Oberschenkel aber selbst schuld 🙂


Meister- die Kuschlerin ist eine dunkleres Fleckenkalb mit markanter Zeichnung. Sie liebt es jemanden abzuschlecken und kuschelt wahnsinnig gerne.

Birke- die Freche hat ein Herz hinter der linken Schulter und einen weißen Strich am Schwanzansatz. Birke ist die Schmächtigeste von allen und versteckt sich gerne hinter Bäumen und rennt dann raus. Birke liebt es wie Sternei Steine zu kauen und ist gerne bei Meister.

Karo- die Keibeipflegerin ist ein helleres Fleckenkalb mit einem Punkt über dem Auge. Sie stand in der Scheim neben den Keibei und schleckte Blemei immer richtig schön sauber.

Die Keibei
Blemei- die Lustige und Milchsüchtige ist eine von zwei Fleckenkeibei- Zwergel. Sie hat ein helles Gesicht und ein Singerl als Glocke. Blemei rennt gerne rum und spielt, wobei sie auch gerne die Anderen, sogar die Kühe ansteckt.

Lotte- das langbeinige Schlitzohr ist ein langbeiniges Braunkeibei. Sie hängt viel bei Blemei, aber generell hängen alle drei immer zusammen. Lotte ist super gierig und mit einer Tüte in der Hand, kann es passieren, dass Lotte einen überfällt.

Kranzei- die Süße schüchterne Ausreißerin ist das zweite Fleckenkeibei. Sie hat ein Kranz um den Hals und Ihre Ohren. Kranzei ist bereits im Hof und auch auf der Scheim immer wieder ausgerissen, denn hinter dem Zaun gibt es schließlich immer die besseren Sachen. Sie ist bei den Dreien meist die letzte, etwas verträumte.
