Wie im letzten Post beschrieben, war die Entscheidung meinen Traum, den ich schon seit sehr langer Zeit hatte, wahr werden zu lassen getroffen.
Die Frage war jetzt, wie finde ich eine Alm und diese Frage gestaltete sich schwieriger als gedacht.
Ich gab verschiedene Fragen in der Suchleiste ein und außer Erfahrungsberichte oder Werbung war nur wenig zu finden.
Als ich jedoch meiner Freundin aus Rosenheim davon erzählte, schickte sie mir eine Seite mit mehreren Links bei denen man Kontakte finden konnte.
Meine Auswahl fiel aus Sympathie auf die österreichische Seite alm.at und ich entschied mich gegen die Schweiz.
Bei alm.at konnte ich mich entscheiden, mich direkt auf Inserate zu melden oder selbst einen Steckbrief mit Kontaktdaten zu entwerfen.

Ich entschied mich für die zweite Wahl und bereits einen Tag später erhielt ich die erste Mail von einer Almbesitzerin, die an einer Zusammenarbeit interessiert war.
Auch schrieb mir am selben Tag ein Mann, der den Traum schon gelebt hat und mich voller Begeisterung darin bestärkte, dies zu tun. Nach einem Telefonat mit dem ehemaligen Senner, wusste ich, welche Fragen ich Almbesitzern stellen wollte und auf was ich achten muss. Er legte mir z.B. unbedingt ans Herz, die Familie oder die Sennerin vorab einmal persönlich zu besuchen, um ein besseres Gefühl für sie zu bekommen.
Nach dem Telefonat entschied ich mich, die Anfragen zu sammeln und alle interessierten Almbesitzer Mitte Januar gesammelt zu kontaktieren und mich dann zu entscheiden. Am Ende sollten es bis zu 20 Kontakte sein und dies machte mir die Entscheidung nicht leichter.
Ausnahmslos hatte ich Kontakt zu Leuten, die ihr Handwerk, die Tiere und die Arbeit auf der Alm liebten und lebten, was mich noch euphorischer werden ließ.
Von Almen ohne Ausschank, zu großen bewirtschafteten Hütten, von kleinen Milchbauern, bis Großbetrieben, von Hirten, zu Herbergen, war alles dabei.
Ende Januar wählte ich zwei Almen aus, zwischen welchen ich mich entscheiden wollte. Die eine in der Nähe von Kitzbühel mit 40 Milchkühen und 30 Kälber und kleinen Almausschank und die Andere im Vorarlberg mit 150 Rindern, 2 Milchkühen und kleinem Almausschank. Nachdem sich das Treffen mit dem Kitzbüheler Almbesitzer etwas schwierig gestaltet hatte, fuhr ich mit meiner Mama als erstes ins Vorarlberg, was wir mit einem schönen Skitag verbinden konnten. Das Treffen war sehr nett und ich konnte einen guten Eindruck von dem Alltag auf der Alm gewinnen, aber irgendetwas fehlte und die große Zahl an Rindern verunsicherte mich sehr.
Daheim angekommen war ich noch verunsicherter als zuvor und ich wollte auf jeden Fall noch den zweiten Almbesitzer treffen…was jedoch nie zustande kam.
Doch noch am selben Abend bekam ich eine weitere Anfrage und ich entschied mich, mich trotz meiner bereits getroffenen Auswahl bei dem Almbesitzer zu melden. Das Telefonat war noch lustiger und offener als alle zuvor sowieso schon waren und die Beschreibung genau das, was ich ursprünglich wollte. Somit war klar, wenn das Treffen passt, werde ich von Juni bis Ende September auf dem Untersberg zuhause sein.